Tipps & Informationen

Werdende Mütter oder Eltern möchten wir hier einen kleinen Überblick über Fördermöglichkeiten oder finanziellen Zuschüssen geben. Für die Richtigkeit des Inhaltes übernehmen wir keinen Gewähr, da stets Änderungen möglich sind.

Hartz IV für Schwangere

Künftige Mütter, die kein oder nur ein geringes Einkommen erhalten, können Hartz IV oder Sozialhilfe beim Jobcenter bzw. Sozialamt beantragen. Nach der zwölften Schwangerschaftswoche zahlen Jobcenter oder Sozialamt auch Geld für die Erstausstattung des Kindes.

Sofern die Leistungen des Staates nicht ausreichen, können sich Mütter und Familien an die Bundesstiftung Mutter und Kind wenden. Mitunter bewilligen sie Hilfen bis zu 300,00 Euro. Auch die Stiftung Familie in Not Sachsen-Anhalt unterstützt Familien finanziell. Informationen dazu können Beratungsstellen für Schwangere erteilen.

Schwangere, die unter 25 Jahre alt sind und im Haushalt der Eltern leben, können Erstausstattungs- oder Mehrbedarfskosten beim Jobcenter des Landkreis Wittenberg beantragen. Der Landkreis hat hierfür ein Hinweisblatt bereit gestellt.

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Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld wird von der gesetzlichen Krankenversicherung sechs Wochen vor und im Normalfall acht Wochen nach der Entbindung gezahlt. Dies gilt jedoch nur für die freiwillig (mit Anspruch auf Krankengeld) oder pflichtversicherten Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung.
Das Geld wird aber nicht automatisch ausgezahlt,sondern muss bei den gesetzlichen Krankenkassen beantragt werden.

Arbeitnehmerinnen, die nicht selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind (z.B. in der gesetzlichen Krankenkasse familienversicherte, privat krankenversicherte oder auch nicht krankenversicherte Frauen), erhalten Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt.

Weitere Informationen zum Mutterschaftgeld können Sie hier entnehmen.

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Elterngeld

Das Elterngeld schafft nach der Geburt eines Kindes den notwendigen Schonraum für einen guten Start in das gemeinsame Leben mit dem neuen Familienmitglied. Das Elterngeld macht es für Mütter und Väter einfacher, vorübergehend ganz oder auch nur teilweise auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten und so mehr Zeit für die Betreuung ihres Kindes zu haben. Für die Eltern von Kindern, die ab dem 01.07.2015 geboren werden, besteht die Möglichkeit, zwischen dem Bezug von dem bisherigen Elterngeld (Basiselterngeld) und dem Bezug von ElterngeldPlus zu wählen oder beides zu kombinieren.

Quelle: Text und weitere Informationen erhalten Sie über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus

Mit dem ElterngeldPluswird es für Mütter und Väter künftig einfacher, Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit miteinander zu kombinieren. Mit den ElterngeldPlus-Monaten können sie während der Teilzeittätigkeit doppelt so lange die Förderung durch das Elterngeld nutzen. Aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate.

Quelle: Text und weitere Informationen erhalten Sie über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag ist seit dem Jahr 2005 eine Ergänzungsleistung zum Kindergeld. Dieser beträgt seit dem 01. Juli 2016 höchstens 160,00 Euro pro Monat. Der Antrag zum Kinderzuschlag kann nur bei den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden und wird mit dem Kindergeld ausgezahlt. Weitere Informationen können Sie dem Merkblatt zum Kinderzuschlag entnehmen.

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Kinderbetreuung

Kinderbetreuung ist mitunter für Arbeitstätige Eltern unerläßlich. So muss oft enterne Unterstützung angefordert werden. Die Unterbringung von Kindern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Horten, Kinderkrippen oder Kinderheimen, das Beschäftigen von Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen oder Tagesmüttern oder beispielsweise die Beaufsichtigung von Kindern bei der Erledigung der häuslichen Schulaufgaben kann zu zwei Dritteln der Kosten als Sonderausgaben bei der Steuer geltend gemacht werden. Pro Kind können maximal 4000,00 Euro berechnet werden.
Voraussetzung hierfür ist, dass das Kind in Ihrem Haushalt lebt und das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Die Altersgrenze entfällt gegebenfalls, sofern Ihr Kind körperlich, geistig oder seelisch behindert ist und auf Hilfe Dritter angewiesen ist.

Heben Sie Ihre anfallenden Rechnungen und die Kontoauszüge deshalb stets auf. Das Finanzamt akzeptiert in der Regel lediglich Rechnungen, die auf das Konto des Dienstleistenden überwiesen wurden. Barzahlungen und Schecks müssen vom Finanzamt nicht anerkannt werden!

Die Kosten für Ihre Kinderbetreuung tragen Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung in der Anlage Kind  in die Zeilen 67 bis 73 ein.

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Leistungen für Bildung und Teilhabe

Seit dem Jahr 2011 gibt es das Bildungspaket der Bundesregierung.  Dieses unterstützt gezielt Kinder aus Hartz IV Familien, Geringverdienern oder Wohngeldempfängern.

So können unter anderen eintägige Ausflüge der Schulen oder Kitas, mehrtägige Klassenfahrten, Leistungen für Nachhilfeuntericht oder ds geminschaftliche Mittagessen in Schulen und Kitas oder die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben (Beiträge für Sportvereine, Musikuntericht, Freizeitgestaltung) gezahlt werden. Neben den Antrag müssen ggf. noch Anlagen/Formulare durch die Vereine bestätigt/ausgefüllt werden.

Den Antrag auf Leistungen und Teilhabe können Sie hier herunterladen. Dieser ist beim Jobcenter des Landkreises Wittenberg einzureichen. Hier erhalten Sie noch weitere Informationen.

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Familienpass Sachsen-Anhalt

Mit dem FamilienPass erhalten Sie bei allen teilnehmenden Partnern in Sachsen-Anhalt Vergünstigungen mit der maximalen Personenzahl laut Eintrag im FamilienPass. Sie müssen dazu den FamilienPass nur vorlegen! Zum Antrag gelangen Sie hier.

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Elterntelefon

Hin- und hergerissen zwischen den Ansprüchen der Kinder, des Partners oder der Partnerin und sozialen und beruflichen Anforderungen wächst einem manchmal alles über den Kopf. Am Elterntelefon helfen Beraterinnen und Berater bei alltäglichen Sorgen, Ängsten oder Unsicherheiten im Umgang mit Kindern und geben Unterstützung bei der Lösung von Problemen. Das Elterntelefon ist ein bundesweites Angebot für Mütter und Väter, die sich unkompliziert und anonym konkrete Ratschläge holen möchten. In ganz Deutschland sind die Beraterinnen und Berater unter der kostenlosen Rufnummer

0800-1110550
montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr und dienstags und donnerstags von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr erreichbar.
Sie sind auch geschult zu Themen rund um das Internet und einem altersgerechten Umgang von Kindern und Jugendlichen damit.

(Quelle: https://www.bmfsfj.de)

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Die richtigen Beratungsstellen finden

Über den Online-Beratungsführer der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V. (DAJEB) können Ratsuchende durch Orts- oder Postleitzahlensuche nach einer Beratungsstelle suchen. Rund 12980 Beratungsstellen sind im gesamten Bundesgebiet aus den Bereichen Ehe-, Familien- und Schwangerschaftsberatung in der Datenbank registriert. Zudem finden sich unter anderem Notdienste, Frauenhäuser sowie Stellen der Krisen-, Sucht-, Schulden- oder Lebensberatung (Quelle: http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/Familie-regional/beratung.html)

Hier gelangen Sie zur Suche Ihrer Beratungsstelle.

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Wir hoffen Ihnen ein wenig weitergeholgen zu haben. Wir würden uns über Kommentare zu weiteren Förderungsmöglichkeiten freuen und diese ggf. hier einfügen.

Ihre SEV-Wittenberg